Handwerk

Die Große Koalition hat sich im Koalitionsvertrag dazu verpflichtet, das Handwerk zu stärken und die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Aufgrund des massiven Widerstandes der Union wurden jedoch keine konkreten Maßnahmen zur Umsetzung dieses Ziels vereinbart.

Jetzt kommt es darauf an, nicht nur leere Versprechungen zu machen, sondern das Handwerk tatsächlich voran zu bringen. Mit der Novellierung der Handwerksordnung durch die rot-grüne Regierung im Jahr 2004 wurde eine positive Entwicklung in Gang gesetzt, von der alle Deutschen profitieren. Die Abschaffung der Meisterpflicht in 53 Berufen hat einen deutlichen Aufschwung des seit Jahrzehnten stagnierenden Handwerks ausgelöst. Die seit Jahrzehnten stetig wachsende Schwarzarbeit wurde 2004 erstmals gestoppt und wird nun sogar zurück gedrängt. Durch die Öffnung des Marktes sind viele einfachere Handwerkleistungen bezahlbar geworden. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Geschäftsgründungen sind wieder deutlich mehr Menschen im Handwerk beschäftigt. Außerdem haben jetzt zahlreiche Arbeitslose und junge Menschen die Chance, sich im handwerklichen Bereich selbständig zu machen. Auch das Problem der „Inländerdiskriminierung“, also die Benachteiligung deutscher Handwerkern gegenüber Kollegen aus dem europäischen Ausland bei der Geschäftsgründung, wurde entschärft. All diese Effekte könnten verstärkt werden, wenn die Meisterpflicht auf die tatsächlich gefährlichen oder ausbildungsintensiven Berufe beschränkt würde.

Die SPD hat die dringend notwendige Modernisierung des Handwerks erfolgreich in Gang gebracht. Sie hat die Novelle der Handwerksordnung mit der rot-grünen Regierung gegen den erbitterten Widerstand der Union und der Lobbyverbände durchgesetzt. Trotz der sichtbaren Erfolge scheitert eine weitere Liberalisierung des Handwerks durch die Große Koalition an der CDU/CSU. Die Union stellt sich selbst als die Handwerks-Partei dar und folgt doch nur den Lobbyinteressen. Um den Aufschwung des Handwerks weiter zu unterstützen und auch die Bürger daran teilhaben zu lassen, braucht man eben das Original…



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